Sony klärt PSN DRM auf: Einmaliger Online-Check statt 30-Tage-Zwang

Fünf Tage hat Sony geschwiegen, jetzt steht die Antwort. Beim PSN DRM reicht ein einmaliger Online-Check, danach laufen eure PS5- und PS4-Digital-Spiele dauerhaft weiter. Damit ist die Sorge vor einem 30-tägigen Online-Zwang offiziell vom Tisch.

Die Lizenz-Diskussion war Ende April entbrannt, nachdem Spieler einen 30-Tage-Countdown bei frisch gekauften Digital-Titeln entdeckten. Sony Interactive Entertainment hat das Thema jetzt klargestellt. Eine offizielle Stellungnahme ging an GameSpot.

PSN DRM: Was Sony offiziell sagt

Im Wortlaut der Stellungnahme heißt es: „Players can continue to access and play their purchased games as usual. A one-time online check is required to confirm the game’s license, after which no further check-ins are required.“ Übersetzt heißt das: Ihr könnt eure gekauften Spiele weiterhin wie gewohnt spielen. Ein einziger Online-Check zur Lizenz-Bestätigung reicht aus. Danach sind keine weiteren Check-ins nötig.

Damit ist das hartnäckige Gerücht entkräftet, jedes Digital-Spiel müsse alle 30 Tage erneut online verifiziert werden. Stattdessen läuft die Lizenz-Prüfung einmalig. Sobald die Konsole einmal mit dem PSN gesprochen hat, bleibt das Spiel auch offline spielbar.

Wie das Ganze laut ResetEra-Recherche funktioniert

Den technischen Hintergrund hatte zuvor schon ein ResetEra-Nutzer namens Andshrew rekonstruiert. Bei PushSquare ist seine Theorie dokumentiert. Demnach bekommt jeder digital gekaufte Titel zunächst eine temporäre 30-Tage-Lizenz. Sobald ihr nach Ablauf des 14-tägigen Erstattungsfensters mindestens einmal online geht, wandelt sich diese Lizenz in eine dauerhafte um. Ab diesem Punkt funktioniert das Spiel ohne weitere Online-Pflicht.

Hintergrund ist offenbar ein Refund-Loophole. Manche Spieler hatten Spiele gekauft, sofort offline genommen und anschließend zurückerstattet bekommen, das Spiel aber weiter genutzt. Folglich soll das neue Lizenzsystem genau diese Lücke schließen, ohne ehrliche Käufer zu treffen. Auch Tom's Hardware und TheGamer bestätigen die Stoßrichtung der Sony-Aussage.

Was das PSN DRM für euch bedeutet

Praktisch ändert sich für die meisten Spieler nichts. Wer seine PS5 oder PS4 ohnehin regelmäßig mit dem PSN verbindet, merkt vom PSN DRM nichts. Probleme drohen nur bei einem Sonderfall. Wenn ein neu gekaufter Titel direkt heruntergeladen wird und die Konsole danach 14 Tage komplett offline bleibt, müsst ihr einmal online gehen. Erst dann ist das Spiel dauerhaft freigeschaltet.

Trotzdem bleibt ein Beigeschmack. Das gleiche Modell hatte Sony 2013 noch genüsslich gegen Microsoft ausgespielt. Damals wollte die Xbox One mit einer Always-Online-Pflicht starten. Außerdem hätte Sony einen Großteil der Aufregung vermeiden können. Eine frühere Stellungnahme wäre für ein Thema dieser Tragweite angemessen gewesen.

Warum die Klarstellung jetzt wichtig ist

Für Trophy-Jäger ist die Nachricht beruhigend. Folglich bleiben Platin-Sessions an Spielen, die ihr vor Jahren gekauft habt, weiterhin auch offline möglich. Die Verlustangst rund um eine eingeschränkte Spielebibliothek ist damit zumindest für die nahe Zukunft entkräftet. Sony selbst hat allerdings keine ergänzende Aussage zur langfristigen Server-Strategie gemacht. Insgesamt bleibt die Empfehlung simpel: Neue digitale Käufe innerhalb der ersten zwei Wochen einmal mit dem PSN abgleichen, damit die Lizenz dauerhaft greift.